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dichtkunst
Um die eigenen Emotionen für Interpretationen zu entdecken, vertiefen wir uns in den Wortfluss. Dieser ist mit dem Atem und mit dem emotionalen Gebiet des Köpers- solar plexus eng verbunden. Das Zwerchfell- diaphragma lässt mit der Ausatmung die emotionale Bewegung des Wortes entstehen: Man kann sich im Wortfluss strömend erfahren.

Der Atem presst, gleitet, stosst, erwärmt, zieht, saugt, rutscht, geht mit der Expressivität der Sprache in die Konsonaten hinein. Somit können die Bedeutung des Wortes und dessen Ausdruck wachsen, der Atem führt zu, ‘Tiefgriff des Wortes’.
Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süsse, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bists!
Dich hab ich vernommen!


Eduard Mörike (Robert Schumann)
ned
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dichtung und musik